Gegen die völkerrechtswidrige Rambopolitik der USA -
Keine Bomben auf den Irak!
- Richtig:
- Am 16. 12. 1998 tagte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen,
um über die "aktuelle Krise" bei der "Rüstungskontrolle"
im Irak zu beraten.
- Aber:
- Zur gleichen Zeit rollte berits der von US-Präsident Clinton
befohlene Angriff auf den Irak. Der selbsternannte Weltpolizist
handelte also ohne UN-Mandat und damit völkerrechtswidrig.
- Richtig:
- Iraks Präsident Saddam Hussein ist ein übler Diktator
(wie übrigens Dutzende anderer Staatschefs weltweit auch).
- Aber:
- Saddam Hussein wurde im 1. Golfkrieg von den USA gegen den Iran
aufgerüstet.
- Richtig:
- Seit sieben Jahren versuchen die westlichen Staaten mit wirtschaftlicher
und bisweilen auch militärischer Gewalt, den Irak "abzurüsten".
- Aber:
- Dennoch war die Machtbasis von Saddam Hussein nie gefährdet,
während die Zivilbevölkerung ununterbrochen leiden mußte.
- Richtig:
- Präsident Clinton begründete seinen Angriff mit "nationalen
Interessen" und der "Notwendigkeit, zur Sicherheit aller Völker
die Herstellung von Massenvernichtungswaffen durch den Irak zu
verhindern".
- Aber:
- Der Einsatzbefehl erfolgte einen Tag vor der Abstimmung im
US-amerikanischen Kongreß über die Einleitung eines
Amtsenthebungsverfahrens gegen den US-Präsidenten wegen
seiner Sex-Affäre. Die Abstimmung wurde nach dem Angriff für
kurze Zeit verschoben.
- Richtig:
- Der Irak hat Massenvernichtungswaffen besessen und eingesetzt.
- Aber:
- Die USA und ihre NATO-Verbündeten verfügen über ein
riesiges ABC-Waffenarsenal. Die NATO-Doktrin sieht nach wie vor
ihren "Ersteinsatz" vor.
Wir meinen:
Der Angriff auf den Irak durch die USA und Großbritannien kann
die Probleme im Irak und im Nahen Osten nicht lösen. Im Gegenteil,
er verschärft sie. Die Bevölkerung des Irak, die durch die
Bombenangriffe unweigerlich (trotz "Präzisionswaffen") vor allem
getroffen wird, muß erneut schwer leiden. Ein Treffer auf eine
eventuelle Produktionsstätte biologischer oder chemischer Waffen
würde die gesamte Region verseuchen.
Darum ist die Aktion des US-Präsidenten unverantwortlich!
Die Tatsache, daß es keinen Friedensplan für die Zeit
nach der Bombardierung gibt, macht deutlich: Es geht nicht um Frieden,
sondern um andere Interessen, vor allem um die Ölreserven der
Region.
Wir fordern die rot-grüne Bundesregierung auf, ihre
Komplizenschaft mit der US-Politik aufzugeben und sich zu orientieren an
dem im Koalitionsvertrag offiziell formulierten Ziel:
"Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik"
Nach wie vor gilt: Kein Blut für Öl!
Hrsg.: Kölner Friedensforum
(Friedensarbeitskreis Pax An,
Deutsche Kommunistische Partei - DKP,
Partei des demokratischen Sozialismus - PDS)
c/o Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, 50823 Köln